Eine komplette OSI Adresse wird NSAP (network service access point) genannt:
NSAP Adressen haben keine fixe Länge, sie können bis zu 160 Bits bzw. 20 Bytes lang sein.
IS-IS verwendet das CLNP node-based Adressierungsschema, in diesem wird nur eine Adresse für einen Knotenpunkt verwendet!
Es ist zwar möglich mehrere Adressen für einen IS-IS Knotenpunkt zu definieren, diese werden allerdings keiner speziellen Schnittstelle zugeordnet.
Im Gegensatz zum link-based Adressierungsschema, bei dem mehrere Adressen für einen Knotenpunkt verwendet werden (jeder angeschlossene Link eine Adresse).
Es gibt 7 Top-Level Domains:
Der AFI gibt an von welcher Organisation die Adressen vergeben wurden, welches Format die Adresse verwendet und es wird auch die Länge des “variable Domain Identifier” mit angegeben.
Der AFI hat immer eine Länge von einem byte.
Beispiele:
Der IDI gibt an von welcher Organisation der Domain Identifier vergeben wurde.
Die Domain ergibt sich aus der Kombination von AFI und IDI.
Jede nationale Organisation besitzt einen fixen AFI und IDI, alle Domains die von der ANSI1)(American National Standards Institute) vergeben wurden haben einen AFI mit 39 und einen IDI mit 840, daraus ergibt sich ein Initial Domain Part von 39.840.
Um eine international registrierte Domäne (AFI=47) zu registrieren muss man sich direkt an die ISO wenden, da es allerdings nur rund 8000 47.XXX Domänen gibt muss es sehr gute Gründe geben um eine solche zu erhalten.
Der HO-DSP erlaubt die Delegation von Adressen innerhalb einer Routingdomain.
Dieser Bereich gibt an von welcher Unterorganisation die Adresse vergeben wurde.
Beispiel: in einem globalen Unternehmensnetzwerk ist es möglich den einzelnen Ländern unterschiedliche HO-DSPs zuzuweisen, dadurch können die lokalen Administratoren Adressen vergeben ohne auf globale Überlappungen achten zu müssen.
Der ID identifiziert ein Endsystem, meist wird dafür eine 48 Bit ID verwendet. Die ID kann eine Länge zwischen einem und 8 Bytes haben, Ciscos Implementation der ID verwendet immer eine 6 Byte Länge!
Hierfür bietet sich die MAC-Adresse zur Verwendung an, oftmals wird aber auch die IP-Adresse zur ID erweitert.
Aufgrund der variablen Länger der OSI-Adresse muss ein Router die Adresse von rechts nach links lesen:
Beispiel:
Verwendung einer lokalen Loopback Adresse:
192.168.1.24 ⇒ 192.168.001.024
192.168.001.024 ⇒ 1921.6800.1024
ID=1921.6800.1024
interface loopback 0 ip address 192.168.1.24 . . . router isis net 49.0001.1921.6800.1024.00
Der NSEL ist vergleichbar mit den TCP Port-Nummern. Er identifiziert die Anwendungen der ES die miteinander kommunizieren.
Beispiel:
3)
Will nun das virtuelle Terminal von 49.0001.1111.0001 mit dem virtuellen Terminal von 49.0001.1111.0002 kommunizieren wird ein NSEL von 24 gewählt.